Termine
14. Februar 2009: Fahrt zur Geh-denken Demo nach Dresden.
Wir wollen deutlich machen, dass Demokraten nicht gewillt sind, den deutschen Rechtsextremisten die sächsische Landeshauptstadt als Aufmarschort zu überlassen. Deshalb bitten wir Sie dem „Aufruf aus Dresden“ zu folgen und ein Zeichen der Zivilcourage zu setzen.
- Die Bürgerinitiative „Demokratie anstiften“ aus Reinhardtsdorf-Schöna und Kleingießhübel stellt einen kostenlosen Bustransfer zur Verfügung.
- Anmeldung bei Bianca Richter, Tel. 035028 12907
- Infos zur Demo unter www.geh-denken.de
22. März 2009: Synagoge Dresden
14.00 Uhr Führung in der Dresdner Synagoge und anschließend gemeinsames Kaffeetrinken im Café Schoschana
Unser Selbstverständnis
Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus den Orten Reinhardtsdorf, Schöna und Kleingießhübel, die sich für ein von Demokratie und Toleranz geprägtes Zusammenleben in unserer Gemeinde einsetzen. Wir sprechen uns gegen jede, die demokratische Grundordnung in Frage stellende, Einstellung aus. Wir wollen in der Sächsischen Schweiz leben und finden uns nicht damit ab, wie Rechtsextreme das Bild unserer Orte dominieren und die Region in Verruf bringen.
Die Wahlen im Jahr 2004, deren Ergebnisse zu unserer Gründung führten, und die nachfolgenden Ereignisse gaben uns häufig nur die Möglichkeit einer Reaktion. Uns ist es aber wichtig zunehmend eine aktive Rolle einzunehmen. Wir wollen mit den ortsansässigen Vereinen, der Kirchgemeinde und interessierten Einzelpersonen kooperieren, gemeinsam die demokratische Kultur in unserer Gemeinde stärken und so den Einfluss extremistischer Kräfte zurückdrängen.
Unsere Ziele: Demokratie – Gegen Extremismus – Kulturförderung
Demokratie
Wichtig ist für uns, dass die Demokratie für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde als ein schützenswertes Gut erfahrbar und erlebbar wird. Demokratie ist für uns mehr als die Schaffung von Arbeitsplätzen, es ist die Verteidigung und Stärkung der Grund- und Menschenrechte für jeden, unabhängig von Herkunft und Religion. Demokratie heißt Mitbestimmung. Jede Bürgerin/jeder Bürger soll die Chance haben, sich in die Entwicklung unserer Gemeinde entsprechend ihrer/seiner Möglichkeiten einzubringen.
Gegen Extremismus
Sich für die Demokratie stark machen, heißt für uns konkret, rechtsextremistischen Erscheinungen in ihrer ganzen Vielfalt couragiert entgegen zu treten. Dabei meinen wir nicht nur den parteipolitischen Rechtsextremismus in Gestalt der NPD, sondern auch rechtsextreme Erscheinungen in der Jugendkultur, sowie rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Vorurteile.
Kulturförderung
Wir wollen kulturelle und touristische Veranstaltungen sowie Projekte initiieren und durchführen, die unser Anliegen nach einem toleranten und mitmenschlichen Zusammenleben in unserer Gemeinde unterstreichen. Gleichzeitig wollen wir die Vorteile, die sich aus der Grenzlage unserer Gemeinde ergeben, betonen und erlebbar machen.
Aktivitäten
Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern demokratische Verfahren, Institutionen und Zusammenhänge näher vorstellen sowie deren Vorteile und Grenzen aufzeigen. Dies soll vornehmlich durch Vertreter von Parteien und Institutionen im Rahmen von Veranstaltungen erfolgen. Hierzu werden wir besonders Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter von Behörden und Gerichten ansprechen.
Neben diesen Aktivitäten wollen wir eine zunehmende Sensibilisierung für rechtsextreme Erscheinungen in unserer Gemeinde erreichen. Allen voran möchten wir den Bürgermeister und den Gemeinderat für eine Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus gewinnen. Genauso wichtig sind uns aber auch Menschen aus dem Vereinsleben, Mitglieder der Kirchgemeinde, betroffene Eltern, die Mitverantwortung für unser Gemeinwesen tragen und insbesondere mit Kindern und Jugendlichen Kontakt haben. Wir möchten Fortbildungsangebote wie Workshops, Vorträge oder Seminare organisieren, in denen wir informieren und uns gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erarbeiten.
Mit kulturellen und touristischen Vorhaben wie Lesungen, Theaterveranstaltungen oder Diskussionsrunden wollen wir auch die Menschen erreichen, die unser politisches Engagement eher skeptisch betrachten.
In unserer Gemeinde soll auch die Jugend eine demokratische Perspektive haben. Wir möchten die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Vereinen unterstützen, stärken und - wenn nötig - auch initiieren. In Zukunft soll es auch in unserer Gemeinde wieder einen Jugendclub geben, für dessen demokratische Jugendarbeit sich Bürgerinnen und Bürger des Ortes mit verantwortlich fühlen.
Preisträger 2008
Die Bürgerinitiative wurde vom Bündnis für Demokratie und Toleranz, Berlin für ihr Engagement ausgezeichnet.
Ansprechpartner
Mehr Informationen erhalten Sie hier:
- Bianca Richter, 0173 3567819
- Herr Michael Wacker, 035028 85818





